Kontrastechokardiographie

Ultraschallkontrastmittel dienen entweder zur besseren Darstellung der Herzbinnenräume oder zum Nachweis oder Ausschluss von Herzfehlern wie dem Vorhofseptumdefekt.

Das Rechtsherzkontrastmittel wird über eine Unterarmvene verabreicht und kann den rechten Herzvorhof sowie den rechten Herzkammer während der Ultraschalluntersuchung darstellen. Dieses Kontrastmittel kann das Kapillarbett der Lunge nicht überwinden und sollte daher im linken Vorhof bzw. der linken Herzkammer nicht nachweisbar sein. Ist dies jedoch der Fall, liegt in den meisten Fällen eine angeborene Verbindung zwischen den Vorhöfen oder Herzkammern vor (offenes Foramen ovale, Vorhof- oder Ventrikelseptumdefekt). Häufig wird das Rechtsherzkontrastmittel während der Transösophagealen Echokardiographie verwendet.

Bei einigen Patienten lassen sich in der Ultraschalluntersuchung nicht alle Bereiche des Herzens optimal darstellen. Dies ist jedoch zur exakten Bestimmung der Herzfunktion (Ejektionsfraktion) oder bei Verdacht auf kardiale Blutgerinnsel von großer Bedeutung. Es stehen spezielle Ultraschallkontrastmittel zur Verfügung, die nach Verabreichung über eine Armvene das Kapillarbett der Lunge passieren können und das in beiden Herzkammern und den Gefäßen befindliche Blut für kurze Zeit „anfärben“.